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16.4.10: Riesling - Geowissenschaften


Riesling Beryll
Chemische ZusammensetzungSein3Al2(SiO3)6Beryllium-Aluminium-Silikat
KristallsystemSechseckig
GewohnheitPrismatisch
DekolleteArm, basal
FrakturMuschelförmig bis ungleichmäßig
Härte7.5
Optik NaturEinachsig -
Brechungsindex1.59
Doppelbrechung0.004 - 0.009
DispersionNiedrig, 0,014
Spezifisches Gewicht2.66 -2.86
LüsterGlaskörper
PleochroismusStark


Riesling-Beryll wurde erstmals 1840 von einem deutschen Geologen in der Nähe eines kleinen Dorfes in Ostdeutschland entdeckt, aber leider war die Menge, die sie fanden, gering. Dieser Link zur Lizenzgebühr ist eine von 4 Schlüsselkomponenten bei der Preisgestaltung dieses Steins.

Dieser Stein hat eigentlich eine blassgrüne Farbe mit einem warmen goldgelben Blitz. Es ist stark dichroitisch (grün-gelb), was eine zweite wichtige Preiskomponente ist, da dies für Beryll ungewöhnlich ist.

Es hat auch einen Brechungsindex von 1,59, der für Edelberyll hoch ist und der dritte Schlüsselfaktor bei der Preisgestaltung ist. Es macht einen attraktiven, funkelnden Stein. (Wie bei allen Beryllen ist es eine 7,5 auf der Mohs-Skala, SG 2,66-2,86)

Da das Material so wenig verfügbar war, verschwand es schnell und wurde erst im November 2002 wiedergefunden, so dass seine Seltenheit die vierte Hauptpreiskomponente ist.

Damals fand ihn die Familie Everhart (ursprünglich aus Deutschland selbst) im Vale of Jequitinhonha bei Arcuaii in Brasilien. Die Familie war auf der Suche nach Morganit und stieß dabei auf grünlich-goldene Steine, die zunächst für Hiddenit gehalten wurden. Tests haben bewiesen, dass es sich um Beryll handelt.

Noch immer nur eine kleine Tasche mit Steinen, wurde das Rohmaterial erschöpft und nach Italien geschickt, um es zu verkaufen und auszustellen. Das restliche Rohmaterial wurde in den USA zum Schneiden und Verteilen verkauft. Einige Händler haben noch Material vorrätig, sind aber sehr schwer zu bekommen. Eine zweite Tasche, die größer als der erste brasilianische Fund war, wurde im März 2004 gefunden, aber sie produziert immer noch relativ kleine Mengen an Material.

Die Minen von Jequitinhonha produzieren Riesling-Beryll sowie blassgrünes und blassgoldgrünes. Als echter Riesling-Beryll gelten jedoch nur die stark dichroitischen Steine, und nur diese Steine ​​erzielen die hohen Preise.

Manche Sammler erkennen nur das deutsche Material als echten Riesling an. Die einzige Möglichkeit, aus Investitionssicht sicher zu sein, besteht darin, einen Stein mit bekannter Herkunft zu erhalten. Es ist schwierig, aber machbar. Jeder gute deutsche Händler mit gutem Ruf kann Ihnen innerhalb einer Woche einen besorgen, aber der Preis kann hoch sein.

Danksagung

  • Martin H. Lesen
  • Mindat[1]


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